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Martinstag in Deutschland

Martinstag 2026, 2027, 2028

Feiertag Datum Bundesländer Wann
Martinstag 2026 Mi, 11.11.2026 Kein gesetzlicher Feiertag In 8 Tagen
Martinstag 2027 Do, 11.11.2027 Kein gesetzlicher Feiertag In 373 Tagen
Martinstag 2028 Sa, 11.11.2028 Kein gesetzlicher Feiertag In 739 Tagen
Martinstag 2029 So, 11.11.2029 Kein gesetzlicher Feiertag In 1104 Tagen
Martinstag 2030 Mo, 11.11.2030 Kein gesetzlicher Feiertag In 1469 Tagen
Martinstag 2031 Di, 11.11.2031 Kein gesetzlicher Feiertag In 1834 Tagen
Martinstag 2032 Do, 11.11.2032 Kein gesetzlicher Feiertag In 2200 Tagen
Martinstag 2033 Fr, 11.11.2033 Kein gesetzlicher Feiertag In 2565 Tagen
Martinstag 2034 Sa, 11.11.2034 Kein gesetzlicher Feiertag In 2930 Tagen
Martinstag 2035 So, 11.11.2035 Kein gesetzlicher Feiertag In 3295 Tagen

Was ist der Martinstag?

Der Martinstag wird jedes Jahr am 11. November gefeiert und erinnert an den heiligen Martin von Tours. Bekannt ist Martin vor allem durch die Überlieferung, nach der er als römischer Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte.

Heute steht Sankt Martin deshalb besonders für Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und das Teilen mit anderen. Vor allem Kinder erleben den Martinstag bei Laternenumzügen, Martinsliedern und der Darstellung der Mantelteilung.

Der Martinstag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. Der 11. November ist daher grundsätzlich ein normaler Arbeits- und Schultag.

Wann ist Martinstag 2026?

Martinstag 2026 ist am Mittwoch, den 11. November 2026.

Der Martinstag besitzt ein festes Kalenderdatum und findet jedes Jahr am 11. November statt. Lediglich der Wochentag verändert sich von Jahr zu Jahr.

Im November folgen weitere Gedenk- und Feiertage wie Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag.

Ist Martinstag ein gesetzlicher Feiertag?

Nein. Der Martinstag ist in keinem der 16 deutschen Bundesländer ein gesetzlicher Feiertag.

Fällt der 11. November auf einen regulären Werktag, wird grundsätzlich normal gearbeitet und auch Schulen sowie Geschäfte können regulär geöffnet sein.

Fällt der Martinstag auf einen Sonntag, gelten unabhängig vom Martinsfest die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zur Sonntagsruhe.

Wer war Sankt Martin?

Martin von Tours war ein christlicher Bischof des 4. Jahrhunderts und gehört zu den bekanntesten Heiligen Europas.

Er wurde vermutlich 316 oder 317 in Savaria im Römischen Reich geboren, dem heutigen Szombathely in Ungarn, und wuchs teilweise in Italien auf. Als Sohn eines römischen Offiziers trat er bereits als Jugendlicher in die römische Armee ein.

Später wandte er sich vollständig dem christlichen Glauben zu, lebte zeitweise als Mönch und wurde schließlich zum Bischof von Tours im heutigen Frankreich gewählt.

Warum feiern wir Sankt Martin am 11. November?

Martin von Tours starb am 8. November 397 im heutigen Frankreich.

Sein Leichnam wurde anschließend nach Tours gebracht und dort am 11. November 397 beigesetzt. Dieser Tag entwickelte sich deshalb zu seinem kirchlichen Gedenktag.

Der Martinstag erinnert somit nicht an Martins Geburtstag oder an die Mantelteilung, sondern an den Tag seiner Beisetzung.

Was geschah bei der Mantelteilung?

Die bekannteste Überlieferung über Martin erzählt von seiner Zeit als römischer Soldat. Vor dem Stadttor von Amiens soll er im Winter einem nur unzureichend bekleideten Bettler begegnet sein.

Da Martin außer seiner Kleidung und seiner Waffe nichts bei sich hatte, teilte er seinen Soldatenmantel mit dem Schwert und gab dem frierenden Mann eine Hälfte.

In der folgenden Nacht soll Martin im Traum Christus gesehen haben, der die verschenkte Mantelhälfte trug. Diese Erzählung machte die Mantelteilung zu einem der bekanntesten christlichen Symbole für Nächstenliebe.

Ist die Mantelteilung historisch bewiesen?

Martin von Tours ist eine historische Person. Die berühmte Mantelteilung wird jedoch aus seiner frühen Lebensbeschreibung überliefert und besitzt den Charakter einer Heiligenüberlieferung.

Sie sollte deshalb nicht wie ein modern dokumentiertes historisches Ereignis dargestellt werden. Entscheidend für die spätere Verehrung ist vielmehr ihre symbolische Aussage.

Die Geschichte zeigt Martin als Menschen, der die Not eines anderen wahrnimmt und seinen eigenen Besitz mit ihm teilt.

Warum ist Sankt Martin ein Symbol für das Teilen?

Das Teilen des Mantels steht heute sinnbildlich für Mitgefühl, Solidarität und praktische Hilfe.

Martin gibt dem Bettler nicht etwas Überflüssiges, sondern teilt, was er selbst besitzt und benötigt. Genau diese Handlung macht die Erzählung bis heute besonders anschaulich.

Viele Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden und Vereine verbinden den Martinstag deshalb mit Spendenaktionen oder dem Teilen von Lebensmitteln und Gebäck.

Wie wurde Martin von Tours Bischof?

Martin lebte nach seinem Militärdienst als Christ, Missionar und Mönch. Im Jahr 361 gründete er bei Ligugé in Gallien eine frühe klösterliche Gemeinschaft.

Um das Jahr 371 wurde er zum Bischof von Tours gewählt. Auch als Bischof soll er bewusst einfach gelebt und seine Nähe zu armen und hilfsbedürftigen Menschen bewahrt haben.

Martin wurde bereits zu Lebzeiten weithin bekannt und nach seinem Tod außergewöhnlich stark verehrt.

Was hat Sankt Martin mit Gänsen zu tun?

Eine bekannte Legende erzählt, Martin habe sich vor seiner Wahl zum Bischof in einem Gänsestall versteckt, weil er das Amt nicht übernehmen wollte. Das laute Geschnatter der Tiere habe sein Versteck jedoch verraten.

Diese Geschichte entstand erst wesentlich später und erklärt den Brauch der Martinsgans nicht zuverlässig. Kirchenhistorische Darstellungen ordnen sie als spätere Legende ein.

Die Verbindung zwischen dem 11. November und Gänsen hat vielmehr auch mit der früheren wirtschaftlichen Bedeutung des Martinstages und dem Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit zu tun.

Warum isst man am Martinstag Martinsgans?

Die Martinsgans gehört besonders in einigen Regionen zu den traditionellen Speisen des Martinstages.

Im Mittelalter markierte der 11. November häufig das Ende des landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahres. Pachtzahlungen wurden fällig und konnten teilweise auch in Naturalien wie Gänsen geleistet werden.

Zugleich begann früher um diese Zeit eine vorweihnachtliche Fastenperiode. Vor dem Fasten wurden daher noch einmal Fleisch und andere reichhaltige Speisen gegessen. Die bekannte Geschichte vom Gänsestall entstand vermutlich erst später als Erklärung für den bereits bestehenden Brauch.

Was ist ein Martinszug?

Ein Martinszug ist ein abendlicher Umzug rund um den 11. November, an dem besonders viele Kinder mit selbst gebastelten Laternen teilnehmen.

Häufig führt ein Reiter in der Kleidung eines römischen Soldaten den Zug an und stellt Sankt Martin dar. Während des Umzugs werden Martinslieder gesungen.

Oft endet der Zug an einem Martinsfeuer. An einigen Orten wird anschließend die Mantelteilung zwischen Martin und dem Bettler nachgespielt.

Seit wann gibt es Martinszüge?

Vorläufer der heutigen Martinszüge sind ältere Heische-, Licht- und Feuerbräuche rund um den 11. November.

Organisierte katholische Martinsumzüge sind im Rheinland seit dem 19. Jahrhundert nachweisbar. Als eine frühe Form des modernen Martinszugs gilt ein 1890 in Düsseldorf organisierter Umzug mit Kindern, Gesang und Musikkapellen.

Im frühen 20. Jahrhundert verbreiteten sich Martinszüge im Rheinland und anschließend auch in weiteren Regionen.

Warum tragen Kinder an Sankt Martin Laternen?

Leuchtende Martinslaternen gehören heute zu den bekanntesten Symbolen des Festes.

Ältere Umzüge verwendeten zunächst Fackeln. Im 19. Jahrhundert wurden zunehmend geschlossene Laternen genutzt, darunter ausgehöhlte Rüben und Kürbisse sowie später Papierlaternen.

Das Licht wird heute häufig symbolisch mit Hoffnung, Nächstenliebe und der guten Tat Martins verbunden. Eine einzige historisch eindeutig belegte Ursprungserklärung für den Laternenbrauch gibt es jedoch nicht.

Was ist das Martinsfeuer?

Viele Martinszüge enden an einem großen Martinsfeuer. Feuer- und Lichtbräuche gehören seit Langem zum Fest rund um den 11. November.

Das Feuer wird christlich häufig als Symbol für Licht, Wärme und Nächstenliebe gedeutet.

Auch ältere jahreszeitliche und gemeinschaftliche Feuertraditionen haben zur Entwicklung des Brauchtums beigetragen. Die konkrete Ausgestaltung unterscheidet sich regional.

Welche Martinslieder gibt es?

Während der Laternenumzüge werden traditionell Martins- und Laternenlieder gesungen.

Zu den besonders bekannten Liedern gehören „Sankt Martin“, „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“.

Viele Lieder erzählen entweder die Geschichte der Mantelteilung oder greifen das Licht der Laternen und den gemeinsamen Umzug auf.

Was ist Martinssingen?

Beim Martinssingen ziehen Kinder regional nach dem Martinszug oder rund um den 11. November von Haus zu Haus und singen Martins- oder Laternenlieder.

Als Dank erhalten sie häufig Süßigkeiten, Obst oder andere kleine Gaben.

Dieser sogenannte Heischebrauch besitzt regional unterschiedliche Formen und gehört besonders im Rheinland und in Teilen Westdeutschlands zur Martinstradition.

Was isst man an Sankt Martin?

Neben der Martinsgans gibt es zahlreiche regionale Backtraditionen rund um den 11. November.

Je nach Region werden beispielsweise Weckmänner, Stutenkerle, Martinsbrezeln, Martinshörnchen oder andere Hefeteiggebäcke verteilt.

Bei vielen Martinsfeiern wird das Gebäck bewusst miteinander geteilt und damit die Geschichte der Mantelteilung symbolisch aufgegriffen.

Was ist ein Weckmann?

Ein Weckmann ist eine Figur aus süßem Hefeteig, die besonders im Rheinland und in Westdeutschland rund um Sankt Martin verbreitet ist.

Regional wird ähnliches Gebäck auch Stutenkerl, Klausenmann oder unter anderen Namen angeboten.

Wann das Gebäck verschenkt wird, unterscheidet sich regional. In manchen Gegenden gehört es vor allem zum Martinstag, in anderen stärker zur Advents- und Nikolauszeit.

Welche Bräuche gibt es am Martinstag?

Rund um den 11. November haben sich zahlreiche regionale Traditionen entwickelt.

  • Laternenumzüge mit Kindern,
  • ein als Sankt Martin verkleideter Reiter,
  • Nachspielen der Mantelteilung,
  • Martinsfeuer,
  • Martins- und Laternenlieder,
  • Martinssingen von Haus zu Haus,
  • Teilen von Gebäck,
  • Martinsgans und andere regionale Speisen sowie
  • Spenden- und Hilfsaktionen für bedürftige Menschen.

Nicht jeder Brauch wird in jeder Region gepflegt. Gerade die kulinarischen Traditionen unterscheiden sich innerhalb Deutschlands deutlich.

Was bedeutete der Martinstag früher für Bauern?

Der Martinstag besaß im Mittelalter und in der frühen Neuzeit neben seiner religiösen Bedeutung auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion.

Der 11. November markierte vielerorts das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Pacht- und Zinszahlungen wurden fällig und Dienstverhältnisse konnten enden oder neu vereinbart werden.

Auch Tiere, die nicht über den Winter gefüttert werden sollten, wurden geschlachtet. Diese wirtschaftlichen Zusammenhänge erklären mehrere traditionelle Martinsbräuche besser als manche später entstandene Legende.

Was hat der Martinstag mit der Adventszeit zu tun?

Heute beginnt der Advent erst mehrere Wochen nach dem Martinstag. Historisch gab es im westlichen Christentum jedoch eine längere vorweihnachtliche Fastenzeit.

Der Martinstag beziehungsweise die Zeit unmittelbar danach bildete dabei einen wichtigen Übergang. Vor Beginn der Fastenperiode wurde noch einmal reichhaltig gegessen und gefeiert.

Dieser historische Zusammenhang ist ein weiterer Grund für traditionelle Festmahlzeiten wie die Martinsgans.

Was ist der Unterschied zwischen Martinstag und Nikolaustag?

Martinstag und Nikolaustag sind zwei unterschiedliche christliche Gedenktage.

Der Martinstag am 11. November erinnert an Martin von Tours und steht besonders für Mantelteilung, Laternenzüge und Nächstenliebe. Der Nikolaustag am 6. Dezember erinnert dagegen an Nikolaus von Myra.

Beide Heiligen gelten als Vorbilder für Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit, weshalb sich einzelne Bräuche regional ähneln können.

Was hat der Martinstag mit dem Karnevalsbeginn am 11.11. zu tun?

Martinstag und der symbolische Beginn der Karnevalssession fallen beide auf den 11. November, haben aber unterschiedliche Ursprünge.

Der Martinstag ist ein christlicher Gedenktag für Martin von Tours. In vielen Karnevalshochburgen wird am 11.11. um 11:11 Uhr dagegen die neue Karnevalssession eröffnet.

Dass beide Traditionen am gleichen Datum stattfinden, macht sie nicht zu demselben Fest.

Sind Geschäfte am Martinstag geöffnet?

Ja. Da Martinstag kein gesetzlicher Feiertag ist, gelten grundsätzlich die normalen Ladenöffnungszeiten des jeweiligen Wochentages.

Fällt der 11. November auf einen Sonntag, bleiben die meisten Geschäfte aufgrund der allgemeinen Sonntagsregelungen geschlossen.

Örtliche Martinszüge können außerdem zu Straßensperrungen oder vorübergehend veränderten Öffnungszeiten einzelner Geschäfte führen.

Muss man am Martinstag arbeiten?

Ja. Der 11. November ist grundsätzlich ein normaler Arbeitstag, sofern er auf einen Werktag fällt.

Der Martinstag begründet keinen gesetzlichen Anspruch auf Arbeitsbefreiung.

Individuelle Freizeit kann sich lediglich aus Urlaub, Tarifvertrag, Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder anderen betrieblichen Regelungen ergeben.

Haben Schulen am Martinstag geschlossen?

Nein. Martinstag ist kein gesetzlicher Feiertag und deshalb grundsätzlich kein schulfreier Tag.

Viele Kindergärten und Schulen veranstalten jedoch rund um den 11. November Laternenfeste, Martinsumzüge oder Projekte zum Thema Teilen und Nächstenliebe.

Fällt der Tag in Ferien oder auf ein Wochenende, findet unabhängig vom Martinstag kein regulärer Unterricht statt.

Häufige Fragen zum Martinstag

Wann ist Martinstag 2026?

Martinstag 2026 ist am Mittwoch, den 11. November 2026.

Ist Martinstag ein gesetzlicher Feiertag?

Nein. Martinstag ist in keinem deutschen Bundesland ein gesetzlicher Feiertag.

Wer war Sankt Martin?

Martin von Tours war ein römischer Soldat, später Mönch und schließlich Bischof von Tours. Er lebte im 4. Jahrhundert und wurde besonders wegen seiner Nächstenliebe verehrt.

Warum ist Martinstag am 11. November?

Martin von Tours starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours beigesetzt. Dieser Tag wurde zu seinem kirchlichen Gedenktag.

Warum teilte Sankt Martin seinen Mantel?

Nach der Überlieferung begegnete Martin als Soldat einem frierenden Bettler und teilte seinen Mantel mit ihm. Die Geschichte wurde zu einem Symbol für Nächstenliebe und Teilen.

Warum tragen Kinder an Sankt Martin Laternen?

Laternen entwickelten sich aus älteren Licht- und Umzugstraditionen. Heute symbolisieren sie Licht, Hoffnung und die gute Tat des heiligen Martin.

Warum isst man Martinsgans?

Der 11. November markierte früher das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres und den Beginn einer vorweihnachtlichen Fastenzeit. Gänse wurden geschlachtet oder als Pachtleistung abgegeben. Die bekannte Gänsestall-Legende entstand wahrscheinlich erst später.

Was ist ein Martinszug?

Bei einem Martinszug ziehen Kinder mit Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. Häufig führt ein als Sankt Martin verkleideter Reiter den Umzug an und die Mantelteilung wird nachgespielt.

Sind Geschäfte am Martinstag geöffnet?

Grundsätzlich ja. Der Martinstag ist kein gesetzlicher Feiertag. Fällt der 11. November auf einen Sonntag, gelten die normalen Sonntagsregelungen.

Muss man am Martinstag arbeiten?

Grundsätzlich ja. Der Martinstag ist kein gesetzlicher Feiertag und daher bei einem Werktag ein normaler Arbeitstag.